Hering`sche Heilungsregeln:

hering.jpg [4 KB]Heilung im Sinne der klassischen Homöopathie erfolgt nach immer wieder auftretenden natürlichen Gesetzmässigkeiten, die schon von Dr. Hahnemann beobachtet wurden.
Dr. Hering, ein deutscher Arzt, der nach Amerika auswanderte fasste die Gesetzmässigkeiten in Worte; daher werden sie auch Hering`sche Heilungsregeln genannt.

1. Heilung erfolgt von innen nach aussen.
Dies bedeutet, dass es zunächst dem Mensch (innen) und erst danach dem Körper (aussen) besser gehen darf (z.B. Depression bessert aber chronische Durchfälle oder starke Hautausschläge werden schlimmer) oder - dass die körperlichen Krankheitssymptome ihrer Wichtigkeit nach eine Korrektur erfahren. (z.B. Asthma besser - Blähungen, sauer aufstossen schlimmer; Herzdruck besser - Hämorrhoidenblutung und Gelenkschmerzen  schlimmer). Die Krankheit verlagert sich von wichtigen zu weniger wichtigen Orten.

2. Heilung erfolgt von oben nach unten.
Bei chronischen Gelenkbeschwerden (Rheuma, Arthritis, Arthrose etc.) oder bei grossflächigen Hautausschlägen erwarten wir zum Beispiel eine Besserung der Beschwerden an der Schulter, während aber gleichzeitig eine Verschlimmerung an den Handgelenken stattfinden kann. Die Beschwerden „rutschen” herunter. Sollte der lokale körperliche Verlauf entgegengesetzt sein, muss der innere seelische Gemütszustand als entscheidende Komponente bewertet werden.

Spürt der Betroffene, dass es ihm innerlich besser geht, (also z.B. dass er sich ausgeglichener, ruhiger oder freier fühlt) obwohl die lokalen äusseren Symptome (z.B. Gelenkbeschwerden vom Knie in die Hüfte /"hochgerutscht") schlimmer werden, so ist die 1. Heilungsregel von grösserer Bedeutung.

3. Heilung erfolgt in umgekehrter Reihenfolge ihres zeitlichen Erscheinens.
Diese Regel ist zu beobachten, wenn mehrere Krankheiten bei einem Menschen aufgetreten sind. (z.B. ein 12 jähriges Mädchen leidet seit der Geburt an Hautausschlägen. Mit 4 Jahren kam Verstopfung hinzu und seit der Einschulung hat sie immer wieder mit Schlafstörungen zu kämpfen. Auf einen Lehrerwechsel reagierte sie mit Migräne. Nach einer homöopathischen Mittelgabe erwarten wir zunächst innere Verbesserungen (z.B. mehr Selbstvertrauen; das Mädchen streitet mehr, kämpft, wehrt sich, setzt sich durch) und nachfolgend Korrektur von Migräne, dann Korrektur der Schlafstörung gefolgt von Korrektur der Verdauungssymptome und zum Abschluss eine vorübergehende Rückkehr der Hautausschläge.)

Stefan Bauer

dipl. Homöopath SHI + hfnh
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